

Götz Weinmann
Senior Business Development Manager
Lesezeit: ca. 14 Minuten
Dieser Beitrag richtet sich an SOC-Leiter:innen, CISOs, Security-Analyst:innen und IT-Sicherheitsverantwortliche in Unternehmen mit eigenem oder ausgelagertem Security Operations Center (SOC). Er beantwortet eine Frage, die im Tagesgeschäft oft zu kurz kommt: Was verändert Agentic AI nicht in der Architektur, sondern im Arbeitsalltag der Menschen, die jeden Tag Alerts sichten, bewerten und entscheiden müssen? Dieser Artikel fasst die beiden Teile des Vortrags „Agentic AI im SOC: Wenn KI zum Analysten wird“ von Joachim Schuster bei der CyberSec Tastery 2026 zusammen und ordnet sie ein.
Die vollständigen Aufzeichnungen finden Sie hier:
Teil 1: Was sind die Grundlagen von Agentic AI im SOC?
Moderne Security Operations Center verarbeiten heute ein Alert-Volumen, das ein einzelnes Team kaum noch vollständig sichten kann. Mehrere aktuelle Analysen beziffern das tägliche Alert-Aufkommen eines durchschnittlichen Unternehmens auf mehrere Tausend Meldungen. Ein erheblicher Teil davon bleibt unbearbeitet oder wird ungeprüft geschlossen.
Die Folge: Alert Fatigue. Analyst:innen werden gegenüber Warnmeldungen zunehmend abgestumpft, priorisieren nach Bauchgefühl statt nach Risiko oder übersehen im schlimmsten Fall echte Vorfälle zwischen hunderten Fehlalarmen. Je nach Studie berichten zwischen rund 60 und über 75 Prozent der SOC-Analyst:innen von Burnout-Symptomen, die sie direkt auf Alert-Volumen und repetitive Triage-Arbeit zurückführen (vgl. Wiz Academy, „SOC Analyst Burnout: Causes, Signs & Fixes“; ACM Computing Surveys, „Alert Fatigue in Security Operations Centres“).
Das Problem ist nicht nur menschlich, sondern betriebswirtschaftlich: hohe Fluktuation, lange Einarbeitungszeiten neuer Analyst:innen und ein reales Risiko, dass kritische Alerts in der Masse untergehen. Genau diesen Punkt adressiert auch das Orange-Cyberdefense-Datenblatt Das SOC der Zukunft: Security Orchestration, Automation and Response. Darin finden Sie mehr zu „Alert Fatigue der Analysten im SOC“ als zentrale Herausforderung, der moderne SOC-Konzepte begegnen müssen.
Genau hier setzt Agentic AI an, nicht als weiteres Automatisierungs-Tool, sondern als Versuch, die Rolle der Analystin oder des Analysten grundlegend zu entlasten.
Im ersten Teil seines Vortrags bei der CyberSec Tastery 2026 legte Joachim Schuster, Solution Architect bei Orange Cyberdefense Germany, die Grundlagen: Was unterscheidet Agentic AI von klassischer Automatisierung oder einfachen KI-Assistenten? Eine ausführliche Einführung in die Definition von Agentic AI haben wir bereits in unserem Beitrag Was ist Agentic AI? Einfach erklärt & mit Beispielen behandelt. Kurz zusammengefasst: Agentic AI bezeichnet KI-Systeme, die nicht nur Vorschläge liefern, sondern eigenständig Ziele verfolgen, Kontext einbeziehen und mehrstufige Aufgaben ausführen können, während der Mensch die Kontrolle über kritische Entscheidungen behält.
Im SOC-Kontext bedeutet das laut der offiziellen Ankündigung zum zweiten Konferenztag: „Security Operations Center stehen unter wachsendem Druck durch steigende Alert-Zahlen und komplexe IT-Landschaften. […] Agentic AI Security-Teams unterstützt, von der Analyse bis zur Reaktion.“ Der Titel des Vortrags „Wenn KI zum Analysten wird“ ist bewusst gewählt: Es geht nicht um ein weiteres Dashboard, sondern um Software, die einen Teil der analytischen Denkarbeit übernimmt, die bislang ausschließlich Menschen geleistet haben – von der ersten Sichtung eines Alerts bis zur begründeten Empfehlung für die nächsten Schritte.
Seine Bestandsaufnahme stützt Joachim Schuster auf den jährlichen Security Navigator von Orange Cyberdefense: Demnach steht das klassische SOC-Modell aktuell unter Druck durch vier sich überlagernde Faktoren:
Daraus leitet Joachim Schuster die zentrale Abgrenzung des Vortrags ab: Ein klassisches Sprachmodell (LLM) ist antwortorientiert. Es liefert auf eine Frage eine sprachliche Antwort, etwa eine Einschätzung oder eine Liste möglicher nächster Schritte.
Ein Agent ist dagegen zielorientiert: Er zerlegt ein Ziel wie „prüfe, ob dieser Alarm kritisch ist“ eigenständig in Teilschritte, ruft dafür Daten aus mehreren Systemen ab (z. B. EDR, Verzeichnisdienst, Threat Intelligence), bewertet die Relevanz im Kontext und bereitet – innerhalb definierter Grenzen – eine Eskalation oder Maßnahme vor oder stößt sie an.
Teil 1 legt damit das konzeptionelle Fundament für das, was im zweiten Teil praktisch wird.
Diese Frage steht im Zentrum der Alert-Fatigue-Problematik und im Zentrum dessen, was Agentic AI im Analysten-Alltag verändert. Technisch haben wir den Weg von Alert Clustering über Enrichment bis zur automatisierten Triage-Klassifizierung bereits ausführlich im Beitrag Agentic AI operationalisieren: schneller erkennen & reagieren beschrieben. An dieser Stelle geht es um die andere Seite: Was bedeutet es für die Analysten, wenn ein Agent diese Vorsortierung übernimmt?
Der entscheidende Unterschied zu klassischen Regel- oder Schwellenwert-Systemen: Agentic AI bewertet einen Alert im Kontext, wie frühere Vorfälle, betroffene Systeme, Nutzerverhalten, Bedrohungsdaten und liefert eine nachvollziehbare Einschätzung statt nur einer Zahl. Für Analyst:innen heißt das konkret:
Wie diese Vorsortierung in der Praxis abläuft, veranschaulicht Joachim Schuster mit einem Vergleich aus der Notaufnahme: Ein Alarm wird zunächst grob eingeschätzt, ähnlich wie bei einer Triage im Krankenhaus, wo zuerst geprüft wird, ob eine akute Gefahr vorliegt oder nicht. Der Agent sammelt dafür Metadaten (betroffene Nutzer:innen, Hosts, Prozesse, IP-Adressen), zieht ergänzende Informationen aus EDR, Verzeichnisdienst/IAM, Threat-Intelligence-Quellen und dem Ticketsystem hinzu, korreliert diese Signale und erstellt eine strukturierte Ersteinschätzung mit vermuteter Priorität, zusammengefasstem Kontext, Begründung und empfohlenen nächsten Schritten.
Als konkretes Beispiel aus dem eigenen Betrieb nennt Joachim Schuster ein Modell, in dem Alerts niedriger Kritikalität (P3/P4) zunächst vollständig vom Agenten bearbeitet werden: Rund 84 Prozent davon lassen sich automatisch als kein echter Vorfall (kein True Positive) schließen, etwa 12 Prozent gehen an eine Security-Analystin oder einen -Analysten weiter, der Rest benötigt zusätzliche Validierung durch den Kunden. Nach seinen Angaben liegt die Trefferquote dieses Modells bei rund 97,8 Prozent, bei einer Falsch-Positiv-Rate von 2,2 Prozent und einer Falsch-Negativ-Rate von 0 Prozent. Alerts mit hoher Kritikalität (P1/P2) durchlaufen dagegen dieselbe Voranreicherung, werden aber ohne Zeitverlust direkt an Security-Analyst:innen übergeben. Wichtig einzuordnen: Dies ist ein von Joachim Schuster genanntes Praxisbeispiel aus einem konkreten Setup von Orange Cyberdefense, keine allgemeingültige Branchenkennzahl.
Wichtig: Auch in diesem Modell trifft Agentic AI keine autonome Endentscheidung über sicherheitskritische Vorfälle. Kritische Alerts (P1/P2) werden weiterhin an Analyst:innen eskaliert. Die Kontrolle über Eskalation und Reaktion bleibt, abhängig vom Reifegrad und den definierten Governance-Regeln, beim Menschen. Wie sich dieses Zusammenspiel aus Agent-Vorschlag und menschlicher Freigabe strukturieren lässt, beschreiben wir im Beitrag Agentic AI im SOC: Architektur, Reifegrade & Roadmap im Detail.
Teil 2 knüpfte inhaltlich nahtlos an Teil 1 an. Joachim Schuster ordnet zunächst ein, wo Agentic AI im SOC heute bereits belastbar stark ist, bspw. beim Sammeln und Korrelieren von Informationen aus mehreren Quellen, beim Beschleunigen wiederkehrender Untersuchungsschritte und beim Ableiten strukturierter Handlungsempfehlungen. Anschließend beleuchtet er, wo die Grenzen liegen: Halluzinationen und Fehleinschätzungen, die oft überzeugend klingen, obwohl sie es fachlich nicht sind; unvollständige oder fehlerhafte Ausgangsdaten; ein neues Angriffsfeld durch Prompt Injection und Tool-Missbrauch, sobald ein Agent mit echten operativen Systemen verbunden ist; sowie die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, die im SOC-Kontext unverzichtbar bleibt.
Daraus leitete er ein vierstufiges Reifegradmodell ab:
Mit jeder Stufe steigt laut Joachim Schuster die Autonomie, gleichzeitig sinkt aber die menschliche Kontrolle. Genau deshalb verortete er den praktischen „Sweet Spot“ für die meisten Organisationen aktuell zwischen Co-Pilot und Agent: Hier lassen sich bereits erhebliche Effizienzgewinne bei Triage, Kontextanreicherung, Dokumentation und Ticketing erzielen, ohne die menschliche Steuerung vollständig aufzugeben.
Ein zentraler Gedanke, den Joachim Schuster bereits in einem verwandten, bereits veröffentlichten Beitrag von Orange Cyberdefense auf den Punkt gebracht hat, zieht sich durch den gesamten zweiten Teil:
„Der Unterschied zwischen einem beeindruckenden Pilotprojekt und einem produktiven Agentic-AI-SOC ist nicht das Modell. Es ist die Frage, ob die KI in echte Workflows eingebettet ist, mit Übergaben, Metriken und Governance.“ Joachim Schuster, Solution Architect, Orange Cyberdefense Germany
Diese Aussage trifft den Kern dessen, was Teil 2 des Vortrags praktisch unterlegt haben dürfte: Erst wenn ein Agent zuverlässig weiß, wann er eskalieren muss, wie sein Vorschlag dokumentiert wird und welche Kennzahl seinen Erfolg misst, wird aus einer Demo ein belastbarer Teil des Sicherheitsbetriebs. Auch aktuelle deutschsprachige Fachbeiträge betonen diesen Punkt: Agentenbasierte KI im SOC wird ohne Governance schnell selbst zum Risiko (vgl. Security-Insider, „Agentenbasierte KI im SOC wird ohne Governance zum Risiko“).
Konkret nennt Joachim Schuster fünf Punkte, die aus Governance- und Security-Sicht vor jedem produktiven Einsatz geklärt sein sollten:
Sein Fazit dazu: Governance ist kein nachgelagertes Kontrollthema, sondern von Anfang an Teil des Designs und schafft überhaupt erst das Vertrauen, das ein produktiver Einsatz braucht.
Hier liegt der eigentliche Kern dieses Beitrags. Ein SOC-Analyst-Alltag ohne Agentic-AI-Unterstützung sieht häufig so aus: Alert-Warteschlange abarbeiten, Kontext manuell zusammensuchen, ähnliche Fälle wiedererkennen, entscheiden, dokumentieren – und das dutzende bis hunderte Male pro Schicht. Diese Routine ist es, die laut den oben zitierten Studien maßgeblich zu Erschöpfung und Fluktuation beiträgt.
Mit Agentic AI verschiebt sich der Schwerpunkt:
„Wenn ich zehnmal den gleichen Alarm habe, gucke ich beim elften Mal vielleicht gar nicht mehr so genau hin, obwohl hier vielleicht eine Nuance anders war. Und im Worst Case: Ich übersehe einen, klassifiziere ihn falsch und erkenne einen Angriff nicht. Agentic AI ist eine Evolution, sie ist kein Ersatz. Es geht nicht darum, Analyst:innen aus dem SOC herauszunehmen. Es geht darum, sie bei zeitintensiven, repetitiven und stark kontextabhängigen Aufgaben zu entlasten, damit menschliche Expertise stärker dort eingesetzt werden kann, wo Urteil, Verantwortung und Erfahrung wirklich entscheidend sind.“
Joachim Schuster, Orange Cyberdefense Germany
Diese Verschiebung ist kein Selbstläufer. Sie gelingt nur, wenn Teams von Anfang an einbezogen werden, Vertrauen in die Agentenlogik aufgebaut wird und klar definiert ist, wo Automatisierung endet und menschliche Verantwortung beginnt.
Wir behandeln diese Frage ausführlich, inklusive Integrationsmustern und Beispiel-Playbooks im Beitrag Agentic AI operationalisieren: schneller erkennen & reagieren. Kurz zusammengefasst: Orchestrierung verbindet SIEM, SOAR, EDR/XDR und ITSM zu einem durchgängigen Workflow, in dem Agentic AI Alerts anreichert, klassifiziert und innerhalb definierter Leitplanken erste Reaktionsschritte einleitet oder vorschlägt. Wer sich zusätzlich für die technische Architektur und Reifegradmodelle interessiert, findet diese im Beitrag Agentic AI im SOC: Architektur, Reifegrade & Roadmap.
Viele Unternehmen stehen vor der Frage, ob sie Agentic AI in ein bestehendes internes SOC integrieren oder auf einen externen, verwalteten Service setzen. Ein externer SOC-Betrieb, etwa im Rahmen von Managed Detection and Response (MDR), bietet bei der KI-Einführung mehrere Vorteile:
Wie sich Agentic AI konkret in MDR-Services integrieren lässt, inklusive Chancen und Risiken, beschreiben wir im Beitrag Integration von Agentic AI in MDR. Einen strukturierten Vergleich der zugrundeliegenden Technologien liefert außerdem MDR, XDR, EDR & SIEM: Unterschiede, Synergien, Einsatzfelder. Wer den nächsten Schritt konkret plant, findet auf unserer Service-Seite Detect & Respond einen Überblick über Angebote für Erkennung und Reaktion.
Die Kosten für ein SOC mit Agentic-AI-Unterstützung lassen sich nicht pauschal beziffern. Sie hängen von Faktoren wie Unternehmensgröße, Anzahl zu überwachender Systeme, gewähltem Betriebsmodell (intern, hybrid, vollständig ausgelagert) und dem bereits vorhandenen Tool-Stack ab. Anstelle einzelner Preisangaben lohnt sich der Blick auf die relevanten Kostentreiber:
Dem stehen quantifizierbare Einsparpotenziale gegenüber: Eine vielzitierte Branchenschätzung beziffert allein die Kosten manueller Alert-Triage in den USA auf rund 3,3 Milliarden US-Dollar pro Jahr (Quelle: Vectra AI, unter Berufung auf Branchendaten). Das ist ein Hinweis darauf, wie viel Wert in reduzierter manueller Bearbeitungszeit liegt, unabhängig vom konkreten Preismodell. Wer die Kosten unterschiedlicher Betriebsmodelle strukturiert vergleichen möchte, findet im Beitrag MDR, XDR, EDR & SIEM: Unterschiede, Synergien, Einsatzfelder sowie im direkten Gespräch über die Service-Seite Detect & Respond eine fundierte Grundlage für eine individuelle Kalkulation.
Im Kern geht es darum, den Menschen im Security Operations Center wieder das machen zu lassen, wofür Expertise und Urteilsvermögen gebraucht werden: komplexe Entscheidungen treffen, statt sich durch endlose Alert-Warteschlangen zu arbeiten. Alert Fatigue ist real, messbar und teuer, für Unternehmen wie für die Menschen, die im SOC arbeiten.
Der zweiteilige Vortrag von Joachim Schuster bei der CyberSec Tastery 2026 hat diesen Weg nachgezeichnet: von den konzeptionellen Grundlagen in Teil 1 bis zu den praktischen Umsetzungsfragen in Teil 2. Der rote Faden dabei: Technologie allein löst das Problem nicht. Entscheidend sind eingebettete Workflows, klare Verantwortlichkeiten und eine Kultur, in der Analyst:innen dem Agenten vertrauen können, ohne die Kontrolle zu verlieren. Joachim Schuster brachte es am Ende seines zweiten Vortragsteils auf den Punkt: Die Frage sei nicht mehr, ob KI im SOC eine Rolle spielen wird, sondern welche Aufgaben man ihr zuerst anvertraue und unter welchen Bedingungen.
Wer diesen Weg strategisch vorbereiten will, findet passende vorgelagerte Schritte in unseren Beiträgen GenAI & AI Agents im Unternehmen: Mehr Innovation, weniger Risiko (strategische Einführung von GenAI) und AI Security in der Praxis: Wie Unternehmen KI-Workloads wirksam schützen (technische Absicherung von KI-Workloads). Beide führen inhaltlich direkt auf das hier beschriebene SOC-Thema hin.
Agentic AI im SOC bezeichnet KI-Systeme, die Alerts nicht nur bewerten, sondern eigenständig Kontext zusammentragen, Hypothesen bilden und – innerhalb definierter Grenzen – Reaktionsschritte vorschlagen oder einleiten. Eine ausführliche Definition mit Beispielen liefert unser Beitrag „Was ist Agentic AI? Einfach erklärt & mit Beispielen“.
Alert Fatigue beschreibt die Ermüdung und Abstumpfung gegenüber Sicherheitswarnungen, die entsteht, wenn Analyst:innen täglich mit einer Flut von Alerts konfrontiert sind – ein Großteil davon Fehlalarme. Laut Branchenstudien führt dies bei einem erheblichen Teil der SOC-Teams zu Burnout-Symptomen und hoher Fluktuation.
Agentic AI bewertet Alerts im Kontext, etwa anhand von Nutzerverhalten, betroffenen Systemen und Bedrohungsdaten und liefert eine nachvollziehbare Priorisierung statt einer reinen Schwellenwert-Entscheidung. Die finale Bewertung sicherheitskritischer Fälle bleibt jedoch beim Menschen.
Eine pauschale Amortisationsdauer lässt sich seriös nicht angeben, da sie stark von Ausgangslage, Tool-Stack und Betriebsmodell abhängt. Relevante Werttreiber sind reduzierte manuelle Bearbeitungszeit, geringere Fluktuation und schnellere Reaktionszeiten. Konkrete Kennzahlen wie MTTD und MTTR sollten vor der Einführung als Baseline erhoben werden.
Wichtige Voraussetzungen sind ein grundlegend orchestrierter Tool-Stack (SIEM, SOAR, EDR/XDR), definierte Eskalationsprozesse sowie eine klare Vorstellung davon, welche Entscheidungen der Agent treffen darf und welche beim Menschen bleiben. Details dazu liefert unser Beitrag Agentic AI im SOC: Architektur, Reifegrade & Roadmap.

Götz Weinmann
Senior Business Development Manager
Orange Cyberdefense
Götz Weinmann ist seit über zwei Jahren als Senior Business Development Manager bei Orange Cyberdefense tätig. In dieser Rolle verantwortet er alle Lösungen und Leistungen rund um Threat Detection & Response. Seit 2025 ist er zudem Host des ersten deutschen Cyber Experience Centers, wo er sich aktiv für die Sensibilisierung von Top-Management und Führungskräften für Cybersecurity-Themen engagiert. Darüber hinaus moderiert er regelmäßig die CyberSec Tastery und fördert den praxisnahen Austausch zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Cybersicherheit.