„ROI“ (Return on Investment) beantwortet die Frage: Lohnt sich eine Investition? Bei IT‑Security geht es nicht nur um reine Lizenzkosten, sondern um Gesamtkosten über den gesamten Lebenszyklus. Dazu gehören:
Wichtig: Bei dem ROI für die IT Sicherheit geht es um ein belastbares Modell, das Entscheidungen transparent macht.
Ein Managed‑Detection‑and‑Response‑Service ist kein einzelnes Produkt, sondern ein komplettes Betriebsmodell mit definiertem Scope und Servicelevel (SLA). Typische Leistungsbausteine sind:
MDR kann verschiedene Datenquellen nutzen (Endpoint‑Signale, SIEM‑Daten, Cloud‑Logs etc.). Es ist besonders sinnvoll für Unternehmen, die schnell 24/7‑Security benötigen, aber kein eigenes SOC aufbauen können oder wollen.
Wie moderne MDR KI-gestützte Triage, Korrelation und (teilweise) Automatisierung unterstützen, erläutern wir im Beitrag Integration von Agentic AI in MDR >
Ein SIEM (Security Information and Event Management) ist eine zentrale Plattform, die:
Ein SIEM liefert also Signale und Fälle, aber keine Reaktion. Für sinnvolle Ergebnisse braucht es eine gute Datenqualität, klare Use Cases und laufende Pflege. Als alleinige Lösung ist ein SIEM daher selten ausreichend, jedoch als Datenbasis in Kombination mit MDR sehr wertvoll.
Ein eigenes Security Operations Center bedeutet, dass Sie Personal, Prozesse und Technologie selbst bereitstellen. Dazu zählen:
Ein Inhouse‑SOC bietet volle Kontrolle, kann jedoch – insbesondere für KMU – hohe Investitionen und laufende Personalkosten bedeuten. Wenn Sie diese Betriebsaufwände reduzieren und dennoch 24/7 Detection & Response abdecken möchten, ist ein Managed-SOC-Ansatz eine naheliegende Alternative. Mehr zum Managed SOC von Orange Cyberdefense >
Um die drei Optionen vergleichbar zu machen, gliedern wir die Betrachtung in Kosten‑ und Nutzenblöcke. Dieses Modell liefert keine absolute Wahrheit, aber eine belastbare Entscheidungsgrundlage.
A) MDR-Service (Betriebskosten)
B) Inhouse-SOC (Investitionskosten & Betriebskosten)
C) SIEM (Plattformkosten & Betriebskosen)
Nutzen entsteht durch:
Fazit: Unternehmen mit hoher Automatisierung und klaren Betriebsprozessen haben deutlich geringere Gesamtkosten und kürzere „Breach Lifecycles“.Mehr dazu >
Für Entscheider:innen genügt oft ein einfaches Verhältnis:
ROI = (vermeidbare Incident-Kosten + eingesparte Betriebsaufwände – Gesamtkosten) ÷ Gesamtkosten
Berechnen Sie zuerst, welche Schäden ein erfolgreicher Angriff (z. B. Produktionsausfall, Lösegeld, Imageverlust) verursachen würde. Schätzen Sie dann, wie jede Option diese Kosten reduziert und welche laufenden Aufwände entstehen. Ein transparenter Annahmenkatalog macht das Modell nachvollziehbar.
„ROI entsteht in der Cyber Security durch reproduzierbare Entscheidungen. Klare Übergaben, getestete Playbooks und messbar kürzere Reaktionszeiten machen den Unterschied.“
— Fabian Beutel, Head of Consulting, Orange Cyberdefense Deutschland
Wer ROI in der Cyber Security sauber berechnen will, muss zuerst akzeptieren, dass Security kein klassisches „Projekt“ ist, das man einmal kauft und dann läuft. Der wirtschaftliche Effekt entsteht erst im Betrieb: aus der Fähigkeit, Vorfälle schneller zu erkennen, schneller einzugrenzen und mit weniger interner Reibung abzuarbeiten. Genau deshalb scheitern viele ROI-Rechnungen in der Praxis nicht an der Formel, sondern an der falschen Annahme, dass Lizenzkosten der Haupttreiber wären. In Wirklichkeit verschieben sich die größten Kostenpositionen meist in die „unsichtbaren“ Bereiche: Analystenzeit, Bereitschaft, Tuning, Incident-Koordination, Wiederherstellung und Dokumentation.