
24. September 2026
Jana Werker zeigt auf der CYBERWOMEN 2026, weshalb Tabletop Exercises, menschliche Kompetenzen und qualifizierte L1-Analysten auch im KI-Zeitalter entscheidend sind.
Auf der CYBERWOMEN 2026 in Bad Friedrichshall stand die Rolle des Menschen in der Cybersecurity im Mittelpunkt. In ihrem Vortrag „Die Ressource Mensch – Zielgerichtetes Training von SOC-Personal in Zeiten von KI“ zeigte Jana Werker, wie praxisnahe Trainingsformate Security-Teams nachhaltig stärken können.

„Wir bilden keine Technik aus, sondern schärfen die Eigenschaften der Menschen“ – mit diesem zentralen Gedanken beschrieb Jana Werker ihre Erfahrungen aus der Planung und Durchführung von Tabletop Exercises, Angriffssimulationen und Analystenschulungen.
Der Fokus liegt dabei nicht ausschließlich auf technischen Abläufen. Entscheidend ist, wie Teams mit unterschiedlichen Erfahrungsstufen, Qualifikationen und Perspektiven zusammenarbeiten. Gerade diese Teamdynamik schafft realistische Lernsituationen und trägt wesentlich zum Erfolg der Übungen bei.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Zukunft der L1-Analysten. Künstliche Intelligenz kann Routinetätigkeiten automatisieren und große Datenmengen effizient verarbeiten. Die Rolle des L1-Analysten wird dadurch jedoch nicht überflüssig – sie verändert sich.
KI kann den individuellen Kontext eines Unternehmens nur eingeschränkt bewerten. Auch die Frage, wann menschliches Eingreifen erforderlich ist, lässt sich nicht in jedem Fall automatisiert beantworten. Besonders bei betroffenen Nutzerinnen und Nutzern, die bereits negative Erfahrungen mit Technik gemacht haben, bleibt persönliche Kommunikation ein wichtiger Vertrauensfaktor.
Damit bleibt der L1-Analyst eine zentrale Schnittstelle zwischen Technologie, Organisation und Mensch. Künftig wird es insbesondere darauf ankommen, KI-Werkzeuge sicher zu bedienen, ihre Ergebnisse kritisch zu bewerten und sie sinnvoll in bestehende Prozesse zu integrieren.
Die Impulse von Jana Werker machen deutlich: Moderne Analystenschulungen müssen technische und menschliche Kompetenzen gleichermaßen fördern. Dazu gehören unter anderem:
Die CYBERWOMEN 2026 hat damit eine zentrale Frage der modernen Cybersecurity aufgegriffen: Wie lassen sich technologische Möglichkeiten nutzen, ohne die menschliche Expertise aus dem Blick zu verlieren?
Denn eines wurde deutlich: KI kann Analystinnen und Analysten unterstützen – Verantwortung, Kontextverständnis und Vertrauen bleiben menschliche Aufgaben.
Orange Cyberdefense Germany GmbH
Die Orange Cyberdefense Germany GmbH mit Sitz in München ist Teil der globalen Cybersecurity-Einheit der Orange Group. Das Unternehmen bietet umfassende IT-Sicherheitslösungen an, darunter Managed Security Services, Threat Intelligence, Penetration Testing und Incident Response. Mit über 30 Jahren Erfahrung und einem Netzwerk von 3.300 multidisziplinären Experten in zwölf Ländern und 36 Security Operation Centern weltweit schützt Orange Cyberdefense Unternehmen rund um den Globus vor digitalen Bedrohungen. 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro. In Deutschland beschäftigt die GmbH rund 200 Mitarbeitende.
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